Kredit für Auszubildende

Ratenkredite werden in einer Summe bereitgestellt und in festen Raten (meist monatlich) zurückgeführt. Laufzeiten von 12 Monaten bis zu 6 Jahren sind üblich.
Ein Kredit kann zur Finanzierung von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern (z.B. Auto, Küche bzw. Urlaub, Studium)verwendet werden. Auch kann man andere Kredite damit umschulden.

Über was informieren?

Banken und Sparkassen müssen ihre Verbraucher bzw. Kreditnehmer über alle wesentlichen Bedingungen des Kredites informieren.

Dabei folgende Angaben immer bekanntgegeben:

  • Nettodarlehensbetrag; der Auszahlungsbetrag, also die Kreditsumme
  • die Laufzeit in Monaten
  • Monatsrate; bleibt über die gesamte Darlehensdauer meistens gleich
  • Informationen über den Abschluss einer Restschuldversicherung
  • Gesamtrückzahlungsbetrag; dieser ergibt sich aus dem Auszahlungsbetrag und den Zinsen für den Kredit
  • der Sollzinssatz (Nominalzinssatz) und der
  • der effektive Jahreszinssatz

Sonstige Gebühren?

Früher berechneten Banken eine Abschlussgebühr für einen Kredit. Diese war im effektiven Jahreszins enthalten, nicht aber im Nominalzinssatz. Daher ist war es üblich, das der Effektivzinssatz höher war. Heutzutage ist dieser Zinsunterschied nicht mehr so gewaltig.

Sehr häufig wird bei Verbraucherdarlehen (also den Krediten) eine Restschuldversicherung abgeschlossen. Diese sichert oft den Tod des Darlehensnehmers, die Berufsunfähigkeit und unverschuldete Arbeitslosigkeit ab. Die Kosten für diese Versicherung ist in den meisten Fällen im effektiven Jahreszinssatz enthalten.

Kredit beantragen

Um ein Kredit zu beantragen, ist häufig ein Beratungsgespräch in einer Bank oder Sparkasse erforderlich. Dabei fragt der Berater nach der Höhe und dem Verwendungszweck des Kredits, den Zeitpunkt der Bereitstellung des Kreditbetrages, mögliche Kreditsicherheiten, die vorgestellte Laufzeit und ermittelt auf dieser Basis die Konditionen (Provisionen, Zinsen).

Auch werden aus rechtlichen Gesichtspunkten die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse festgehalten. Dazu zählen Name, Geburtsdatum, Anschrift, Beruf, Familienstand, Einkommen, Kinder, Vermögensverhältnisse, Verbindlichkeiten (andere Kredite) und zusätzlich werden die Ausgaben abgefragt.

Das Monatseinkommen wird in der Regel durch die letzten drei Gehaltsabrechnungen geprüft und die Ausgaben mit den Kontoauszügen der letzten Wochen. Auf Basis dieser Daten wird eine Budgetrechnung erstellt, die Aufschluss gibt, ob die monatlichen Raten des Kredites überhaupt bezahlt werden könnten.

Danach wird ein Kreditscoring mit Hilfe der personenbezogenen Daten erstellt. Dieses ist von Bank zu Bank verschieden. Generell ist es jedoch ein Punktebewertungsverfahren, welches die Kreditwürdigkeit in einer Ziffer beurteilen soll. Anhand dieser Ziffer ermittelt die Bank die Konditionen für den Kredit (Zinssatz, ggf. Sicherheiten).

Schufa und Sicherheiten

Sollte der Kredit seitens der Bank gewährt werden, wird dieser der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (kurz SCHUFA) mitgeteilt. Dieses dient Banken um Informationen über die Kreditwürdigkeit von Kunden zu erhalten und sie so vor Verlusten zu schützen. Wenn ein Kreditnehmer bei einer Bank einen Kredit beantragt, wird dieses der SCHUFA gemeldet. Kann er diesen nicht mehr zurückzahlen, bekommt die SCHUFA wiederholt eine Meldung, die andere Banken vor einer Kreditvergabe für diesen Kunden schützen sollen.

Zum Schutz vor nicht vorhersehbaren Risiken verlangen Kreditinstitute in der Regel Sicherheiten. Diese werden im Kreditvertrag vereinbart. Bei einem Auto ist es zum Beispiel der Fahrzeugbrief und bei einem Studienkredit werden die Eltern als Bürgen mit in den Vertrag genommen. Sollte der Kreditnehmer (Student oder Auszubildender) die Kreditrate nicht mehr bezahlen können, werden die Eltern zur Zahlung aufgefordert.

Der Kreditvertrag ist schriftlich mit einer Unterschrift oder in elektronischer Form mit Signatur abzuschließen. Danach ist der Vertrag gültig und der Kreditbetrag kann auf das Konto des Kreditnehmers gutgeschrieben werden.