Hausfrauenkredit

Der Hausfrauenkredit ist heute längst keine gängige Bezeichnung mehr im modernen Kreditbereich. Seine Ursprünge hatte der Hausfrauenkredit in Zeiten, in denen Frauen noch über kein eigenes Einkommen verfügten, damit wirtschaftlich vollkommen vom Mann abhängig waren. Da es zu dieser Zeit auch noch gängig war, dass die Hausfrau keinen Zugriff auf das Konto oder auch die Einkünfte des Mannes hatte, sondern anstelle dessen ein Haushaltsgeld gestellt bekam, hatte sie keine Möglichkeiten, Geld im eigenen Interesse auszugeben.

So gelangte der Hausfrauenkredit auf den Markt, der Frauen kleinere Darlehen gewährte, die durch die Einkünfte des Mannes abgesichert waren. Frauen konnten diesen Kredit sogar allein bei Banken ohne die Unterschrift ihres Ehemannes beantragen. In dieser Form gibt es den Kredit heute allerdings nicht mehr.

Die Situation heute

Da Frauen, die kein eigenes Einkommen beziehen, heute in der Regel dennoch Zugriff auf das Familieneinkommen haben und dies sogar gesetzlich fixiert ist, besteht grundsätzlich an dem Hausfrauenkredit als solchem kein Bedarf mehr. Dieser Begriff wird daher als veraltet betrachtet und ist im Kreditgeschäft nicht mehr geläufig.

Der heute geläufige Hausfrauenkredit wird als Kredit ohne Einkommen oder auch Arbeitslosenkredit vergeben. Aufgrund steigender Arbeitslosenzahlen wie auch unsicherer wirtschaftlicher Verhältnisse insgesamt sind Banken aber heute längst nicht mehr so großzügig mit dieser Kreditvergabe wie das noch beim Hausfrauenkredit der Fall war. Üblicherweise benötigt ein Arbeitsloser, eine Hausfrau oder eine sonstige Person ohne eigene Einkünfte heute ein entsprechende Bonität, um auch einen Kleinkredit aufzunehmen.

Da diese Bonität nicht gewährleistet ist, weil keine Einkünfte bestehen, ist bei deutschen Kreditinstituten ein Bürge erforderlich, der diesen Kleinkredit mit seinem Einkommen oder seinem Vermögen besichert. Damit tritt der Bürge als dritter Vertragspartner in das Kreditgeschäft ein.

Alternativen

Eine Alternative kann ein Kredit aus dem Ausland sein. Auch dann, wenn die eigene Schufa nicht einwandfrei ist, kann der Kleinkredit aus dem Ausland ohne Schufa die Lösung sein, um an kleinere Geldsummen zu gelangen. Hierbei wird der Kredit aus dem europäischen Ausland, meistens der Schweiz, beantragt. Der Vorteil für den Kreditnehmer ist, dass Banken aus dem Ausland sich bei der Kreditvergabe etwas großzügiger zeigen als deutsche Geldinstitute.

Das gilt auch für die Schufa, denn während in Deutschland für jeden Kredit generell eine Schufa-Auskunft eingeholt wird und auch jeder Kredit innerhalb der Schufa verzeichnet ist, fällt dieses Prozedere bei dem Auslandkredit aus. Bedenken sollte man allerdings, dass aufgrund der nicht vorhandenen Einkünfte die Kreditsummen auch sehr gering ausfallen und im Regelfall 1.000 Euro nicht übersteigen.

Der Nachteil dieses sogenannten Hausfrauenkredites oder Arbeitslosenkredites liegt darin, dass durch den Verzicht auf die Schufa-Prüfung sowie die mangelnde Bonität auch höhere Risiken im Hinblick auf den Kreditausfall bestehen. Diese Risiken lassen sich die Banken durch eine entsprechend hohe Verzinsung der Kredite bezahlen. Deshalb sollte der Kreditbedarf genau abgewägt werden und geprüft werden, ob es nicht alternative Möglichkeiten gibt, an das benötigte Geld zu gelangen.

Sollte der Hausfrauenkredit oder auch Arbeitslosenkredit unumgänglich sein ist es sehr wichtig, die Konditionen der einzelnen Anbieter genau zu vergleichen. Zudem sollte auch bei akutem Geldbedarf nicht auf Angebote von Kreditvermittlern eingegangen werden, die vor der Kreditzusage Bezahlungen verlangen, da dies eine unseriöse Arbeitsweise ist.